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Fußgesundheit

Fußpilz erkennen, behandeln und dauerhaft loswerden

Redaktion Fuss-Kompass6 Min. Lesezeit
Fußpilz erkennen, behandeln und dauerhaft loswerden

Jucken zwischen den Zehen, schuppige Haut, ein unangenehmer Geruch – Fußpilz gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen in Deutschland. Bis zu 30 Prozent der Bevölkerung sind laut Schätzungen betroffen, viele davon ohne es zu wissen. Das Gute: Fußpilz ist behandelbar. Das Entscheidende: Man muss die Behandlung konsequent durchführen.

Was ist Fußpilz?

Fußpilz (medizinisch: Tinea pedis) ist eine Pilzinfektion der Haut, die durch sogenannte Dermatophyten verursacht wird – eine Gruppe von Fadenpilzen, die von der Hornschicht der Haut leben. Sie bevorzugen warme, feuchte Umgebungen und finden in geschlossenen Schuhen und zwischen den Zehen ideale Bedingungen.

Am häufigsten tritt er zwischen dem vierten und fünften Zeh auf, kann aber die gesamte Fußsohle, den Fußrand und die Nägel befallen.

Wie infiziert man sich?

Fußpilz ist ansteckend – aber nicht beim flüchtigen Kontakt. Er überträgt sich durch direkten Kontakt mit infizierten Hautschuppen, häufig über kontaminierte Böden:

  • Schwimmbäder, Duschen, Saunen, Umkleidekabinen
  • Gemeinsam genutzte Handtücher, Badematten oder Socken
  • Direkte Ansteckung von einer infizierten Person

Nicht jeder Kontakt führt zur Infektion. Das Immunsystem und der Hautzustand spielen eine Rolle. Begünstigende Faktoren sind feuchte Füße, verletzte Haut, Diabetes, Immunschwäche oder das Tragen von schweißtreibenden, engen Schuhen.

Symptome: Woran erkennt man Fußpilz?

Je nach Form unterscheiden sich die Symptome:

Interdigitale Form (am häufigsten):

  • Jucken, Brennen und Rötung zwischen den Zehen
  • Mazerierte (aufgeweichte, weißliche), schuppende oder rissige Haut
  • Häufig unangenehmer Geruch

Squamöse (schuppige) Form:

  • Trockene, schuppende Haut an Fußsohle und -rändern
  • Oft wenig Juckreiz, daher häufig übersehen
  • Kann wie sehr trockene Haut aussehen

Vesikuläre Form (selten):

  • Kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen an der Fußsohle
  • Deutlicher Juckreiz
  • Kann mit Blasen durch Reibung verwechselt werden

Nagelpilz (Onychomykose): Eine häufige Folgeerkrankung: Der Pilz greift auf die Nägel über. Der Nagel verfärbt sich (gelblich-bräunlich), verdickt sich, wird brüchig und löst sich vom Nagelbett. Nagelpilz ist deutlich schwerer zu behandeln als Hautpilz.

Diagnose: Selbst erkennen oder zum Arzt?

Unkomplizierter Fußpilz lässt sich häufig anhand der typischen Symptome selbst erkennen. Bei Unsicherheit oder wenn der Nagel betroffen ist, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden – denn Nagelpilz kann leicht mit Psoriasis oder anderen Nagelveränderungen verwechselt werden. Eine mikroskopische Untersuchung einer Hautprobe sichert die Diagnose.

Behandlung: Was wirkt wirklich?

Lokale Antimykotika

Mittel der ersten Wahl sind Cremes, Sprays, Gele oder Puder mit antimykotischen Wirkstoffen wie Clotrimazol, Terbinafin oder Bifonazol. Diese sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Wichtig: Die Anwendung muss konsequent und über den empfohlenen Zeitraum (meist 2–4 Wochen) erfolgen – auch wenn die Symptome bereits früher verschwinden. Bricht man die Behandlung zu früh ab, kehrt der Pilz zurück.

Nagelpilz: Längere Behandlung notwendig

Nagelpilz erfordert meist eine systemische Therapie mit oralen Antimykotika (z. B. Terbinafin-Tabletten) über mehrere Monate. Ergänzend gibt es medizinische Nagellacke mit Ciclopirox oder Amorolfin. Die Heilung dauert lang, da der Nagel erst vollständig nachwachsen muss.

Hygiene während der Behandlung

Die medikamentöse Behandlung allein reicht nicht – parallel müssen konsequente Hygienemaßnahmen ergriffen werden (mehr dazu im nächsten Abschnitt).

Vorbeugung: So schützt man sich

Fußpilz lässt sich mit einfachen Maßnahmen weitgehend verhindern:

  • Füße gründlich trocknen, besonders zwischen den Zehen – der Pilz liebt Feuchtigkeit
  • In öffentlichen Bädern, Duschen und Umkleiden Badeschuhe tragen
  • Socken täglich wechseln und bei mindestens 60 °C waschen
  • Schuhe gut belüften lassen; wechselndes Schuhwerk gibt jedem Paar Zeit zum Trocknen
  • Synthetische Strümpfe meiden – atmungsaktive Materialien (Baumwolle, Wolle) sind vorzuziehen
  • Eigene Handtücher und Nagelpflegematerial nicht teilen

Wer einmal Fußpilz hatte, sollte auch alte Schuhe desinfizieren oder ersetzen – Pilzsporen halten sich darin hartnäckig.


Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden empfehlen wir den Gang zum Dermatologen.

#Fußpilz#Tinea pedis#Nagelpilz#Pilzinfektion#Fußhygiene

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